Pünktlich stand ich am Morgen auf. Nach dem Frühstück mit Marc und Luxami Dumur fuhren wir samt Gepäck zum Flugplatz in Chiang Mai. Dort waren auch schon Andy Mannhart und die anderen Schweizer. Es tut mir gut, Schweizer während meiner Reise zu treffen. Ein Stück Heimat in der Fremde. Wie gewohnt erledigte ich meine Checks rund um das Flugzeug, dann verlangte ich die Clearance und startete gegen den Wind nach Udan Thani, ebenfalls in Thailand. Die Wettervorhersagen waren wechselhaft und ich musste regelmässig während des Fluges das aktuelle Wetter in Udan Thani anfragen. In Europa bin ich es gewohnt, dass ich stets unter Radar beobachtet und kontrolliert werde. In Asien gibt es nur den Flugfunk als Kontrolle. Bei diesem Flug musste ich alle zehn Minuten meine aktuelle Position via Radiar und die Flugdistanz am Funk durchgeben, damit mich der jeweilige Kontroller orten und von anderen Flugzeugen distanzieren konnte. Die navigatorischen Anforderungen sowie das sich stets ändernde Wetter machten den Flug sehr anstrengend. Während ich den Landeanflug vorbereitete, hatte sich das Wetter kurz verbessert und ich konnte den Flieger sicher aufsetzen. Die Kontrollen hier in Thailand dauerten glücklicherweise nicht so lange wie in Indien. So konnte ich unmittelbar nach der Landung in meinem kleinen Hotelzimmer einchecken. Ich erledigte die Interviews via Skype und war froh, etwas früher zu Bett gehen zu können. Jeden Tag werde ich von unzähligen Eindrücken geradezu überschwemmt. Immer wieder muss ich mich auf ein neues Programm einstellen. Ich lerne viele interessante Personen kennen. Das ist ausserordentlich schön, aber auf die Dauer muss ich schauen, dass ich genügend Schlaf bekomme. Ich freue mich auf den nächsten Flug nach Vietnam, Nah Trang. Liebe Grüsse aus Thailand – Carlo.