Nach dem herzlichen Empfang der Familie Spare, dem Astronauten Bjarni Tryggvosa und dem Red Bull Akropiloten Pete McLoad am Flughafen Boundary Bay BC war es Zeit für mich, zur Gastfamilie Troiano zu fahren. Mein vorübergehender neuer Wohnort lag im Norden von Vancouver. Auch dort wurde ich sehr zuvorkommend und herzlich empfangen. Pro Linguis vermittelt Sprachschulen, Sprachkurse und Sprachaufenthalte auf der ganzen Welt. Dank unserer Partnerschaft wurde mir eine Gastfamilie unentgeltlich vermittelt. Alles war bis ins Detail durchgeplant und klappte wie am Schnüerli. Wenn ich einen Sprachaufenthalt vorhaben sollte, dann werde ich bestimmt über Pro Linguis buchen! Ich lernte die Schülerinnen und Schüler der Schule kennen und durfte eine Präsentation über RTW2012 halten. Diverse Zeitungen berichteten über unsere Kampagne und über www.myskymiles.com . Überall wurde das Projekt mit Begeisterung aufgenommen und manch einer der Anwesenden besann sich auf seine noch unerfüllten Träume und erzählte davon. In der EC Vancouver School fühlt man sich wie in einer grossen Familie. Schüler aus allen Kontinenten bilden sich hier weiter. Schnell wurden Kontaktdaten ausgetauscht und in Gruppen Ausflüge und Besichtigungen durchgeführt. Der Abschied fiel mir etwas schwer! Aber wer weiss , vielleicht gibt es ein Wiedersehen! Am Sonntagmorgen verabschiedete ich mich von der Gastfamilie und machte mich auf den Weg zum Flugplatz. In meinen Taschen lagen jetzt wieder saubere Kleider. Ich war froh, dass ich in Vancouver selber waschen durfte und so die dringende Wäsche erledigen konnte. In einem wendigen Golfwagen transportierte ich mein Gepäck zum Flieger. Die HB-RTW war schon eine Berühmtheit auf dem Flugplatz. Ich musste dem Bodenpersonal für die Betankung ausgiebig über das Projekt RTW2012 berichten. Pünktlich und ohne Zwischenfälle flog ich auf der Piste 12 ab, Richtung Boise. Der Flug verlief problemlos. Ich genoss die Vogelperspektive auf die aufstrebenden kantigen Bergspitzen, die noch mit Schnee oder mit einem zarten Grün überzogen waren. Eine Zeit lang flog ich über eine weitläufige Wolkendecke. Sie sah aus wie eine unberührte Schneelandschaft. Die bewilligte Flugroute nach Boise führte über die Airways (Luftlinien). Ich ersuchte stets um Abkürzungen, um unnötige Flugstrecken entlang den Airways zu vermeiden. So konnte ich eine gerade Luftlinie zu meinem Zielflughafen fliegen und etwas Zeit gewinnen.Boise ist die Hauptstadt des Bundesstaates Idaho. Der Name kommt aus dem Französischen boisé – bewaldet . Man nennt die Stadt auch Stadt der Bäume -city of trees.

Nach meiner Landung musste ich eine Zollkontrolle über mich ergehen lassen. Man muss so lange im Flugzeug warten, bis der Inspektor kommt und den Flieger mit den dazugehörigen Bewilligung überprüft. Ich wurde schon oft gefragt, ob es im Flugzeug eine Toilette gäbe. In diesem Moment wäre ich extrem dankbar um so eine Einrichtung gewesen! Ungeduldig wartete ich auf den Beamten. Endlich beendete er die Kontrolle und ich konnte die Cessna auf dem Abstellplatz parkieren. In der Nähe sah ich einige beschädigte Flieger am Boden liegen. Ich lief zum Aero Clubhaus am Flughafen. Dort lernte ich wieder lokale Piloten kennen. Wir besprachen gemeinsam meine Flugetappen durch Amerika. Tipps und Tricks wurden ausgetauscht. In der Nähe des Flughafens gab es ein für Piloten günstiges Hotel. Dort ruhte ich etwas aus. Später besuchte ich einen 1$-Shop. Jeder Artikel kostet da nur einen Dollar. In einem kleinen Restaurant bestellte ich einen Hamburger mit einem gemischten Salat und ein Mineralwasser. Das Fahrrad hatte ich natürlich auch dabei. Morgen werde ich die Stadt erkunden.

Die Stecke Comox – Boise haben über www.myskymile.com mitgetragen Samuel Sommerhalder mit 10 Meilen, Markus Thomi mit 5 Meilen, Bernadette Werro mit 2 Meilen und Nicolà, Andrin, Cornelia &Marcel Gamper mit 3 Meilen ! Vielen Dank und herzliche Grüsse – Carlo.